Ursprung

Der Ursprung des Familien Namen Honkomp

Es wird angenommen, daß der Familien Name Honkomp aus der Alt-Niederdeutschen-Sprache abgeleitet ist und im Ursprung die Bezeichnung eines Grundstücks „Honkamp“ (ho(ge)n kamp / hochdeutsch; hohes Feld) von 41 ha, gelegen in Steinfeld-Harpendorf (Oldenburg) in Nordwest-Deutschland, war.

Der Familien-Name wird zum erstenmal ausgewiesen im Grundsteuerregister von 1535 in Verbindung mit diesem Grundstück das 1537 einer Grete Honkamp zugeschrieben wird.
In späteren Kirchenbuch Eintragungen wird dann aus Hoenkamp; Honkamp, Honcomp und dann Honkomp.

Nachweisbar sind danach für Steinfeld in Folge:

  • 1537 Grete Honkamp
  • 1545 Johan Honkamp
  • 1593 Johann Hoenkamp
  • 1619 Wernerus Honkomp, +01.04.1710 Steinfeld-Harpendorf

Die nachfolgenden Generationen werden bestimmt durch die drei Hauptlinien der Söhne von Wernerus Honkomp:

  • A) Johann (Joan) Honkomp, Eigner, *1657, +08.02.1747, oo06.05.1697 A.M. Minckenberg,
    • Eignerlinie: die letzte Eignerin Maria, verheiratete Robke, ist mit der Familie 1879 nach USA ausgewandert
  • B) Werneke Honkomp, Heuermann, *1671, +01.01.1716, oo26.04.1700 A.C. Vormann
    • Hauptlinie der heutigen Nachkommen in Deutschland und USA
  • C) Gerd Henrich Honcomp, Heuermann, *1673, +15.01.1765, oo02.05.1713 A. Willenbrink
    • Nebenlinie zu der heutige Nachkommen nicht bekannt sind, nur Nachkommen in New York

In USA konnten vier Linien aus der Hauptlinie B) ermittelt werden: Missouri/Texas, Iowa , New York und zwei mal Ohio.

Durch Internet-Kontakte sollen weitere Auswandererfamilien ermittelt werden.

 


Welche Gründe führten zur Auswanderung

Die „Oldenburgischen Blätter“ vom 10. März 1835 berichten:
Auf 155 Segelschiffen verließen 13.050 Passagiere Bremerhaven, 64 unter Bremer, 44 unter Amerikanischer Flagge.
65 Schiffe gingen nach Baltimore, 41 nach New York, 6 nach New Orleans, 2 nach Philadelphia und ein Schiff mit 505 Passagieren nach Jamaika.

Hauptsächlich aus wirtschaftlicher Not sind in der Zeit von 1832 – 1869 die meisten Auswanderer aus dieser Region zu verzeichnen. Es sind im wesentlichen „Heuerleute“ (abhängige Landarbeiter), die ihr Hab und Gut verkauften, um nach Amerika zu kommen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben durch Selbständigkeit und Unabhängigkeit. In dieser Zeit sind von den 65.000 Einwohnern im Oldenburger-Münsterland etwa 10.000 nach Amerika Ausgewandert.
Der Lehrer Franz-Joseph Stallo war einer der ersten Auswanderer dem dann viele gefolgt sind.

Die wirtschaftliche Situation war damal geprägt durch die Landwirtschaft -die mit den kargen Böden zurechtkommen musste-, manuelle Tuchherstellung und den Nebenerwerbstellen der Heuerleute. Ein wesentlicher Nebenerwerb war damals die sogenannte „Hollandgängerei“, da Holland neben Landwirtschaft insbesondere Arbeit bei der Heringfischerei anbieten konnte. Allein in Lohne gab es 1846 177 Heringsfänger, die vor einer beschwerlichen Reise mit einem Segelschiff nach Amerika keine Angst hatten. Im Kirchspiel Steinfeld wurden 1855 195 Schiffer gezählt. In der Bauernschaft Mühlen bestand zu der Zeit eine Seefahrtsschule die von dem Nebenschullehrer Joh. Heinrich Rabe im Jahre 1817 gegründet wurde.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts verlor Holland die wirtschaftliche Vormachtstellung an England. Des weiteren wurde die textile Manufaktur von billigen englischen Angeboten ruiniert, es war dort der mechanische Webstuhl entwickelt worden, der mit einer Dampfmaschine angetrieben wurde.
Hinzu kam die traditionelle Form der Erbgrundteilung die am Anfang des 19. Jahrhunderts verboten wurde. Die immer kleiner gewordenen Grundstücke konnten nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden.

Erst als Ende des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung (Bau der Eisenbahn 1888/99) auch in dieser Region in nennenswertem Umfang Fuß fassen konnte, und der Kunstdünger in der Landwirtschaft bessere Erträge brachte, ließ die Auswanderungswelle nach.

Für Steinfeld waren damals insbesondere die Zigarrenherstellung und Lohne die Korkenindustrie neben der Landwirtschaft die wichtigsten Erwerbszweige. Der vorher in Lohne wichtigste industrielle Wirtschaftszweig zur Herstellung von „Gänsekielfedern“ ging mit der Erfindung der „Stahlfedern“ drastisch zurück.


Statistik

In einer statistischen Erhebung von 1993 wurde eine weltweite Untersuchung von der Halbert’s Family Heritage, Inc., Bath/Ohio durchgeführt. Das Ergebnis dieser Forschungen in Bezug auf Einzel- und Familienhaushalte mit dem Namen Honkomp ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

  • Insgesamt geschätzte Haushalte: – Deutschland 102, – USA 108
  • Gesamte Haushalte im Verzeichnis: – Deutschland 87, – USA 95
  • Gesamte geschätzte Bevölkerung: – Deutschland 277, – USA 313
  • Verteilt auf Länder/Staaten: – Deutschland 6, – USA 17
  • Land/Staat mt stärkster Bevölkerung:
    – Deutschland: Niedersachsen, – USA: Iowa

Autor: Werner Honkomp, Oldenburg
30.09.1996, überarbeitet 27.02.2000