Luftbildaufnahme
vom Hof (heute kl. Holthaus)Nachweisbar sind danach für Steinfeld in Folge:
Durch Internet-Kontakte sollen weitere Auswandererfamilien ermittelt
werden.
Die "Oldenburgischen Blätter" vom 10. März 1835 berichten:
Auf 155 Segelschiffen verließen 13.050 Passagiere Bremerhaven,
64 unter Bremer, 44 unter Amerikanischer Flagge.
65 Schiffe gingen nach Baltimore, 41 nach New York, 6 nach New Orleans,
2 nach Philadelphia und ein Schiff mit 505 Passagieren nach Jamaika.
Hauptsächlich aus wirtschaftlicher Not sind in der Zeit von 1832
- 1869 die meisten Auswanderer aus dieser Region zu verzeichnen. Es sind
im wesentlichen "Heuerleute" (abhängige Landarbeiter), die ihr Hab
und Gut verkauften, um nach Amerika zu kommen mit der Hoffnung auf ein
besseres Leben durch Selbständigkeit und Unabhängigkeit. In dieser
Zeit sind von den 65.000 Einwohnern im Oldenburger-Münsterland etwa
10.000 nach Amerika Ausgewandert.
Der Lehrer Franz-Joseph
Stallo war einer der ersten Auswanderer dem dann viele gefolgt sind.
Die wirtschaftliche Situation war damal geprägt durch die Landwirtschaft
-die mit den kargen Böden zurechtkommen musste-, manuelle Tuchherstellung
und den Nebenerwerbstellen der Heuerleute. Ein wesentlicher Nebenerwerb
war damals die sogenannte "Hollandgängerei", da Holland neben Landwirtschaft
insbesondere Arbeit bei der Heringfischerei anbieten
konnte. Allein in Lohne gab es 1846 177 Heringsfänger, die vor
einer beschwerlichen Reise mit einem Segelschiff nach Amerika keine Angst
hatten. Im Kirchspiel Steinfeld wurden 1855 195 Schiffer gezählt.
In der Bauernschaft Mühlen bestand zu der Zeit eine Seefahrtsschule
die von dem Nebenschullehrer Joh. Heinrich Rabe im Jahre 1817 gegründet
wurde.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts verlor Holland die wirtschaftliche
Vormachtstellung an England. Des weiteren wurde die textile Manufaktur von
billigen englischen Angeboten ruiniert, es war dort der mechanische Webstuhl
entwickelt worden, der
mit einer Dampfmaschine angetrieben wurde.
Hinzu kam die traditionelle Form der Erbgrundteilung die am Anfang
des 19. Jahrhunderts verboten wurde. Die immer kleiner gewordenen Grundstücke
konnten nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden.
Erst als Ende des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung (Bau der Eisenbahn 1888/99) auch in dieser Region in nennenswertem Umfang Fuß fassen konnte, und der Kunstdünger in der Landwirtschaft bessere Erträge brachte, ließ die Auswanderungswelle nach.
Für Steinfeld waren damals insbesondere die Zigarrenherstellung
und Lohne die Korkenindustrie neben der Landwirtschaft die wichtigsten
Erwerbszweige. Der vorher in Lohne wichtigste industrielle Wirtschaftszweig
zur Herstellung von "Gänsekielfedern" ging mit der Erfindung der "Stahlfedern"
drastisch zurück.
In einer statistischen Erhebung von 1993 wurde eine weltweite Untersuchung von der Halbert's Family Heritage, Inc., Bath/Ohio durchgeführt. Das Ergebnis dieser Forschungen in Bezug auf Einzel- und Familienhaushalte mit dem Namen Honkomp ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst: